Ich habe es getan. SailWithin ist angeteasert, die Segel sind gesetzt.
Ja, und jetzt…?
Seit einer Woche ist mein Projekt sichtbar, ich spreche und schreibe darüber und es fühlt sich an, als hätte ich mein Herz auf den Tisch gelegt. Da liegt es jetzt und „bumpert“ so vor sich hin.
Mein Herzensprojekt ist draußen – und what’s next???
Alle reden immer davon, wie schwer es ist, ein Projekt zu starten. Aber kaum jemand spricht darüber, wie es ist, wenn es dann ‚on‘ ist. Wenn es auf einmal nicht mehr nur in deinem Kopf existiert, sondern in der Welt.
Ich dachte, mit dem ersten Schritt käme vor allem Erleichterung – doch stattdessen entfaltet sich ein ganzer Sturm an Gefühlen: Freude, weil ich mutig war. Zweifel, ob es reicht. Erschöpfung von der Reise bis hierhin. Stolz auf das, was entstanden ist. Und Angst vor dem, was kommt.
#panik.
Hm. Warum ist Sichtbarkeit so schwer?
Ich merke, dass mich Sichtbarkeit hart herausfordert. Es ist leicht, im Kopf groß zu träumen – aber es ist eine andere Nummer, es wirklich zu tun.
Da ist diese Stimme, die sagt: Was, wenn es nicht genug ist? Wenn ich nicht genug bin? Was, wenn ich zu groß denke? Was, wenn niemand es versteht? Wenn niemand hinsieht?
Und gleichzeitig ist da dieser andere Teil von mir, der flüstert: Es ist mehr als okay. Es ist genau der Weg, den ich gehen soll. Denn da, wo die Angst ist, liegt auch die Richtung. Sie ist kein Zeichen umzukehren, sondern eine Einladung, tiefer einzutauchen und weiter zu wachsen.
Wie gehe ich mit den Zweifeln nach dem Launch um?
Vielleicht kennst du das Gefühl. Dieses Strugglen zwischen Mut & Angst, Sichtbarkeit & Rückzug. Highs & Lows.
Ich habe für mich erkannt: Zweifel bedeuten nicht, dass ich auf dem falschen Weg bin. Sie bedeuten, dass ich an etwas wachse.
Meine 3 Dinge, die mir helfen, trotz Angst weiterzugehen
Erinnern, warum ich gestartet bin.
Ich habe SailWithin nicht gegründet, um mich zu verstecken – sondern um zu teilen, zu wachsen, zu inspirieren.
Akzeptieren, dass Perfektion eine Illusion ist.
Niemand erwartet, dass ich alles perfekt mache – außer ich selbst. Und das ist ein verdammt hoher Druck.
Dranbleiben – auch wenn es sich wackelig anfühlt.
Wachstum passiert nicht in der Komfortzone. Es beginnt da, wo das sichere Ufer außer Sicht gerät. Es bedeutet, mit den Wellen zu gehen, statt gegen sie zu kämpfen. Zu vertrauen. Jeder der sich zeigt, kennt diesen Moment des Zögerns vermutlich – aber genau dort liegt die Chance, über sich hinauszuwachsen.
Ich nehme euch mit auf diese Reise. Zugegeben, ich weiß noch nicht genau, wohin sie führt – aber ich weiß, dass sie begonnen hat.
Den inneren Sturm navigieren
Ich schreibe diesen Beitrag bereits von einer Berghütte aus, hoch oben, wo der Wind um die Ecken pfeift und die Stille genauso laut ist wie meine Gedanken. Und wo mein erstes selbst organisiertes Workshop-Team-Retreat für eine kleine Gruppe in wenigen Stunden beginnt. Ich spüre echten Bammel. Die letzten Tage hatte ich viel mit Regulation zu tun und mit Aus- und Durchhalten.
Ich habe Glück, denn die Teilnehmerinnen sind mir bekannt und so darf ich das Neue in einem sicheren Hafen lernen und mein Projekt mehr und mehr live gehen lassen.
Meine ‚Gäste‘ werden jetzt schon bald anreisen, und mein Kopf fragt sich in Dauerschleife: Bin ich bereit? Wird es gut werden? Hab ich an alles gedacht? Und dann erinnere ich mich wieder selbst – es geht nicht darum, perfekt zu sein. Es geht darum, den Kurs zu halten, auch wenn die Wellen hoch sind und das Team mit Inspiration, Sein und neuen Impulsen zu bereichern. Denn am Ende geht es nicht um Kontrolle, sondern um Vertrauen – in sich; den Wind, in den Kurs und in das, was entstehen darf.
Ja, jetzt geht es also los. Die Wellen sind hoch, ich trage meinen Sicherheitsgurt, bin mit der Lifeline eingepickt und trotze dem Sturm. Denn natürlich gab es erste Turbulenzen, die ich aber -tadaaaa- gemeistert habe. Und auch wenn mein erstes ‚Event‘ auf einer Berghütte startet, so sehe ich es passend zum Thema heute so: Die Hütte ist das Schiff, die Teilnehmer die Crew und ich werde uns alle, quasi als Skipper, mit besten Wissen um gute See- (oder Bergmannschaft), da durch navigieren.
Genau das ist der Punkt: Das Meer ist nie komplett ruhig – und doch trägt es uns.
(Und wir tragen gleich erstmal die Rucksäcke eine Stunde den Berg hoch, los geht es nämlich mit einer Fackelwanderung. Und deshalb muss ich mich etwas beeilen, darf nämlich erst noch ins Tal runter laufen, um meine Crew dort in Empfang zu nehmen.
Was bleibt, ist die Richtung. Und mein Kurs ist klar:
Keep on sailing – Navigate your inner storm.

time. for. now.